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Von der Baracke zum Leerstand
15.05.2025–09.01.2026
Badgasse 2
A-6020 Innsbruck
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Die Frage nach zufriedenstellendem Wohnraum beschäftigt Öffentlichkeit und Politik wie kaum ein anderes Thema. Das ist aber keineswegs ein aktuelles Phänomen. Deshalb widmet sich diese Ausstellung dem beengten und prekären Wohnen in Innsbruck in den letzten 120 Jahren. Die ab dem Ersten Weltkrieg in verschiedenen Stadtteilen errichteten Baracken wurden lange nachgenutzt. Nachdem sie in den 1960er- und 1970er-Jahren neuen Wohnbauten wichen, verschob sich das prekäre Wohnen in historische und veraltete Bauten in der Stadtmitte.
Heute wohnen nur noch Flüchtlinge im Substandard – aber der überhitzte Wohnungsmarkt schränkt die für Normalsterbliche finanzierbaren Quadratmeter ein. Dabei stellt sich immer auch die Frage nach dem Handeln von Politik und Verwaltung. Das „leistbare Wohnen“ ist längst zum leeren Schlagwort auf Wahlplakaten aller politischen Parteien verkommen. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beispielsweise die Wohnverhältnisse genau erhoben und systematische Zuweisungen in Privatwohnungen vorgenommen. Heute erhitzt die Einführung einer Leerstandsabgabe die Gemüter.
Kooperationspartner
Universität Innsbruck
Bild
- Baracken in der Amthorstraße in Innsbruck Pradl vor ihrem Abriss, 1988, © Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
- Abendveranstaltung mit der Grazer KPÖ Legende Ernst Kaltenbrunner, 2006, © Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
- Preisausschreiben mit Eigentumswohnung als Hauptgewinn, 1955, © Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck

















